Pilz bestimmen

Palisander-Täubling

Russula melitodes

Auch: Kleiner Ledertäubling, Palisandertäubling

Selten
Essbar

Essbar. Nur sicher bestimmte, frische Exemplare gut durchgegart verzehren.

Saison · ganzjährig
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
2–8 cm
Sporenpulver
Gelb
Grundform
Lamellen
Wuchsort
Auf dem Boden

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

2-8 (11) cm Ø, rotbraun, ockerbraun, olivbraun, purpurbraun, schmutzig purpurn, weinrot, gelbbraun (Farben sehr variabel). Huthaut zäh, bis zur Hälfte abziehbar, fest, feucht, schmierig, seidig glänzend, oft ockerlich bis grünlich ausbleichend. In der Mitte gern vertieft und ockerfarben. Rand oft fast rot, kaum gefurcht, minimal kurz gerieft. Habitus jung fast kugelig, später ausgebreitet und zuletzt niedergedrückt.

Lamellen

Hellgelb, schnell tiefer gelb, ockergelb, leuchtend buttergelb bis dottergelb gefärbt sehr dicht stehend, relativ breit, teils mit queradrigen Verbindungen, oft gegabelt, mit Zahn angewachsen.

Stiel

Weiß, im Alter oder bei Berührung und Schneckenfraß gelbfleckig bis braunfleckig, fest. Im Alter wird die Basis gern rostfleckig, vereinzelt bläulich, hart, voll, sehr kurz und leicht keulig.

Fleisch

4-7 (8) cm lang, 1-2 (2,5) cm Ø dick, weiß, alt und trocken etwas gilbend oder bräunend, unter Huthaut gelblich mit purpurrosa Schimmer.

Geruch

Etwas obstartig bis unbedeutend, alt honigartig.

Geschmack

Mild.

Sporenpulver

Ockergelb (8,5-11 x 6-9 µm, rundlich, isolierten, mit relativ langen Stacheln, Zystiden stumpf, ca. 70-100 x 10-14 µm, Sulfobenzaldehyd, Sulfoformol (SF) schwärzend, Hutdeckschicht mit inkrustierten Primordialhyphen, in Sulfovanillin + johannisbeerrote Verfärbung im Exsikkat, Pileozystiden keulenförmig, mehrfach septiert).

Vorkommen

Mischwald, gern kalkreichen Lehmboden, Symbiosepilz, Frühsommer bis Herbst, sehr selten, RL1 Deutschland (vom Aussterben bedroht).

Gattung & Familie

Täublinge.

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