Pilz bestimmen

Falscher Wiesenegerling

Agaricus pseudopratensis

Auch: Schmalberingter Karbolegerling, Rötender Karbolegerling, Falscher Wiesenchampignon

Selten
Saison · Apr – Okt
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
3–18 cm
Sporenpulver
Rötlich
Grundform
Lamellen
Wuchsort
Auf dem Boden, Wiese / Garten

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

3-14 (18) cm Ø, weiß, alt graubraun bis gelbbraun, beim Reiben gelblich verfärbend, jung halbkugelig, konvex, im Alter abgeflacht.

Lamellen

Rosa, rotbraun-violett, alt braun, schokoladenbraun bis braunschwarz, frei, gedrängt sehend, Schneiden fast schwarz.

Stiel

Weiß, glatt mit weißem, hängendem, teils vergänglichem Ring. Basis auf Druck oder Schnitt +/- mit Gelbfärbung (zeitlich oft begrenzt). Teilweise mit leicht verdickter Stielbasis. Jung voll, später hohl, Spitze ist leicht vom Hutfleisch abtrennbar.

Fleisch

Im Hut weiß, grauweiß, in der Stielspitze rosabraun, vorwiegend in der Stielbasis oder bei Verletzung +/- gelblich verfärbend, später bräunend, rotbraun verfärbend.

Geruch

Geruch unangenehm tintenartig, karbolartig (= nach Phenol), urinartig, nicht pilzartig wie bei den Wiesenchampignons.

Geschmack

Mild, widerlich, unangenehm, muffig.

Sporenpulver

Purpurbraun, fast schwarz (5-7,5 x 3,5-5 µm).

Vorkommen

Wiesen, Parkanlagen, seltener im Wald, Mischwald, Nadelwald, auf sauren, gern sandigen Böden, Folgezersetzer, Frühling bis Sommer, RL-R Deutschland (extrem selten).

Gattung & Familie

Champignon-Egerlinge.

Anmerkungen

Karbolegerlinge wurden schon ohne Magen-Darm-Störungen verzehrt. Die Vergiftung durch diese Art ist nicht gefährlich, nur sehr unangenehm. Größtenteils Bauchschmerzen von einigen Stunden. In außergewöhnlichen Fällen können Schwindel und Sehstörungen auftreten.

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