Pilz bestimmen

Tropenegerling

Agaricus endoxanthus

Auch: Tropenchampignon, Gelbfleischiger Egerling, Gelbfleischiger Giftegerling, Tropischer Blumentopfchampignon

Selten
Saison · ganzjährig
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
3–20 cm
Sporenpulver
Rötlich
Grundform
Lamellen
Wuchsort
Auf dem Boden, Wiese / Garten

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

3-9 (12) cm Ø, graubraun, rauchschwärzlich bis dunkelbraun, Scheitel bräunlich, dunkler, mit faserigen Schuppen, zum Rand rotbraun schuppig. Der Hut besitzt meist feine, dunkle (oft braune bis schwärzliche) Schuppen auf einem helleren Untergrund. Der Stiel ist weißlich und trägt einen ausgeprägten Ring (Manschette).

Lamellen

Lachs rosa, später dunkelbraun bis schwarzbraun, frei.

Stiel

Weißlich, kahl, braunfleckig, Basis knollig, wurzelnd und bei Verletzung intensiv gilbend, später bräunend. Spitze ist leicht vom Hutfleisch abtrennbar.

Fleisch

Weiß, Stielbasis läuft im Schnitt sofort intensiv chromgelb an. Diese Farbe geht nach einiger Zeit in ein schmutziges Braun über.

Geruch

Oft nur schwach tintenartig, karbolartig = nach Phenol, faulem Stroh.

Geschmack

Mild.

Sporenpulver

Purpurbraun, dunkelbraun (5-7 x 3-3 µm, rundlich-Eellipsoid, hyaline, Q = 1,65. Die keuligen Basidien 13-21 x 5-8 µm, sind überwiegend 4-sporig, seltener 2-sporig, dünnwandig, glatt, mit Vakuolen, hyalin. Die Cheilocystidien sind 12-27 x 9-15 µm, birnenförmig bis breit keulig, sub-globos bis sub-sphärisch, hyalin, dünnwandig, glatt. HDS aus zylindrischen, regelmäßig quer septierten, glatten, dünnwandigen 8-11 µm breiten Hyphen. Vakuoläres Pigment in den Hyphen der Huthaut. Pleurozystiden fehlen. Mikro-Struktur des Rings = Annulus. Besteht aus langen, zylindrischen Hyphen ca. 4-10 µm <![if !vml]><![endif]>breit, hyalin bis leicht bräunlich in KOH. A. endoxanthus zeigt Vakuolenpigmente in der Huthaut und hat im Vergleich zu AGARICUS moelleri oder AGARICUS stijvei kleinere Sporen und Cheilocystidien).

Vorkommen

Warnung! Kann bei exotischen Pflanzen in Blumentöpfen bei uns vorkommen! Sonst in Parks, Mischwald, gern bei Laubbäumen aber nicht in Mitteleuropa heimisch, hauptsächliches Vorkommen in den Tropen und Subtropen von Amerika und Asien, jedoch wegen Exporten von exotischen Pflanzen auch in unsere Region in Blumentöpfen oder Botanischen Gärten bereits vorgekommen, Folgezersetzer, ganzjährig.

Gattung & Familie

Champignon-Egerlinge.

Anmerkungen

Nach dem Verzehr treten meist innerhalb von 15 Minuten bis 2 Stunden heftige Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, schmerzhafte Magenkrämpfe und Durchfall auf. Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit essbaren Champignons (z. B. dem Wald-Champignon) besteht eine hohe Verwechslungsgefahr für unbedarfte Pilzsammler. Keinesfalls dürfen Pilze aus Blumentöpfen verzehrt werden. Es gibt viele tropische gifte Arten, die hier unbekannt wären.

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