Pilz bestimmen

Zipfellorchel

Discina fastigiata

Selten zur Gattung Giftlorchel)
Saison · Feb – Jun
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
4–14 cm
Sporenpulver
Weiß
Grundform
Sonstige
Wuchsort
Auf dem Boden, Auf Holz

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

4-11 (14) cm Ø, bräunlich, aderig, zipfelmützenartig hoch gestülpt, sieht aus wie zweiteilig zusammen geklebt mit weißlicher bis hellbräunlicher Verbindungsnaht. Innerhalb der inneren Hohlräume weißlich.

Stiel

Weißlich.

Fleisch

Weißlich, brüchig.

Geruch

Angenehm bis schwach spermatisch.

Geschmack

Mild, giftig - nicht kosten, roh giftig.

Sporenpulver

Weißlich bis cremefarben (23-37 x 10-17 µm, mit 1-3 gelbliche Öltröpfchen, Anhängsel an den Enden ca. 2-3 µm lang. Ornamente als Rippen, netzartig-aderig verziert und unvollständige Maschen, die besonders in Baumwollblau-Lösung gut sichtbar werden. Junge Sporen können noch glatt erscheinen. Paraphysen 5-10 μm, Asci 300-525 x 18-31 µm, achtsporig, einreihig, J-. Paraphysen sind fadenförmig bis schmal keulig, zum Apex hin septiert und oft leicht verzweigt. Die Spitzen sind angeschwollen und messen etwa 5-10 µm im Ø. Sie enthalten feine, bräunliche bis orange-rötliche Pigmentkörner, die makroskopisch für die Färbung der Fruchtschicht verantwortlich sind).

Vorkommen

Auwald, gern Pappeln, morschen Stümpfen, Totholz, Holzabfälle, Rindenmulch in Gärten und Parks, weniger Nadelwald (… Kiefern), Frühjahrespilz März-Mai, RL-R Deutschland (extrem selten).

Gattung & Familie

Lorcheln (Giftlorcheln).

Anmerkungen

Dieser Pilz wird oder wurde immer gegessen, vorwiegend getrocknet! Warnung! Lorcheln wurden oft schon fälschlicherweise für essbare Morcheln gehalten. Die Giftstoffe (Gyromitrin) verflüchtigen sich beim Trocknen bzw. durch Kochen. Trotzdem kam es (vorwiegend bei der Frühjahrslorchel, diese enthält noch mehr Gyromitrin) wiederholt zu Todesfällen, weshalb der Pilz gemieden werden sollte.

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