Pilz bestimmen

Wechselfarbiger Graustieltäubling

Russula seperina

Auch: Wechselroter Graustieltäubling, Mediterraner Graustieltäubling

Selten
Hervorragender Speisepilz

Ausgezeichneter Speisepilz. Trotzdem gilt: nur sicher bestimmte Pilze verzehren.

Saison · Jul – Nov
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
3–13 cm
Sporenpulver
Gelb
Grundform
Lamellen
Wuchsort
Auf dem Boden

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

4-10 (12) cm Ø, graurot, weinrot, graurot, violettrot, purpurrosa, schmutzig rötlichen, blass orangegrau, gegen die Mitte hellgelb bis gelborange fleckend. Randzone ungerieft graurot, Oberfläche matt, fast glatt. Huthaut zu 2⁄3 vom Radius abziehbar.

Lamellen

Cremefarben bis ockergelb, vom Rand aus schwärzend, leicht ausgebuchtet angewachsen, einige gegabelt, mit Zwischenlamellen und Querlamellen (Anastomosen) am Lamellengrund.

Stiel

2-9 (12) cm lang, 2-4 (5) cm Ø breit, weißlich, Stielrinde bei Verletzung oder im Alter stark grauend, zur Basis mit blassrosa gefleckt, darunter etwas gelblich, gelbbraun, zylindrisch.

Fleisch

Weiß, anfänglich etwas rötend, später oder bei Verletzung dunkelgrau verfärbend, meist von der Stielbasis, später vom Hutrand ausgehend schwärzend, hart und brüchig.

Geruch

Unbedeutend bis leicht süßlich honigartig.

Geschmack

Mild.

Sporenpulver

Cremeweißlich bis hellocker (7,4-11 x 6,3-10 µm, subglobose, mit teilweise netzig, gratig-feinstrichig verbundenen bis zu 1 µm hohen Warzen oder Pusteln. Pileozystiden vorhanden, Dermatozystiden mit Sulfovanillin (SV) + schwarz, HDS Haare Endelement ca. 2-4 µm breit).

Vorkommen

Laubwald, Eiche, gern Zerreiche (OUERCUS CERRIS) und Liguster (LIGUSTRUM VULGARE), im sauren und kalkreichen, lehmigen Boden, wärmeliebend, häufiger in mediterranen Gebieten. Dennoch sind einige Funde in Österreich und Tschechien bekannt, Sommer bis Spätherbst, selten.

Gattung & Familie

Täublinge (Untersektion Russula subsect. DECOLORANTES = Graustieltäublinge alle mild und essbar).

Anmerkungen

Kostversuch auf „mild“ kann vermieden werden. Bei Verdacht auf Graustieltäublinge (die alle essbar sind) sollte wie folgt verfahren werden: Schon im Wald nach dem Sammeln, Stiel mit Fingernagel einritzen, spätestens nach 15 Min. färbt sich die Fläche rötlich. Ein weiteres grauen (schwärzen) geschieht nach weiteren 1-2 Stunden.

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