Pilz bestimmen

Breitblättriger Holzrübling

Clitocybula platyphylla

Auch: Breitblättriger Samtrübling, Breitblattrübling

Häufig Breitblatt
Essbar

Essbar. Nur sicher bestimmte, frische Exemplare gut durchgegart verzehren.

Saison · Apr – Okt
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
4–19 cm
Sporenpulver
Weiß
Grundform
Lamellen
Wuchsort
Auf dem Boden, Auf Holz

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

4-12 (18) cm Ø, grau bis braun, radialfaserig, später risspilzartig aufgerissen.

Lamellen

Weiß bis blass gelblich, alt oft mit dunklen, gekerbten Schneiden, sehr breit ausgebuchtet angewachsen.

Stiel

5-15 (17) cm lang, 2-4 (6) cm Ø dick, weißlich, hellbraun, etwas bräunlich-faserig, oft rillig, mit weißen i.d.R. 1-5 mm langen Myzelfäden an der Stielbasis, oft mit verrotteten Holzresten behaftet, jung voll, alt fast hohl werdend. Das Gesamtmyzel kann bis zu einem Meter lang werden und dass Holz durchziehen.

Fleisch

Weiß, dünnfleischig.

Geruch

Neutral.

Geschmack

Mild, vereinzelt leicht bitterlich.

Sporenpulver

Weiß (6-10,1 x 5-8,5 µm, glatt, breit elliptisch, kugelig, inamyloid. Basidien 33-45 x 8-11 μm, keulenförmig, dünnwandig, mit Schnallen an der Basis. Pleurozystiden sind keine vorhanden. Cheilozystiden 32-66 x 11-21 keulig, blasig, Hyphen mit Schnallen).

Vorkommen

Laub- oder Nadelholz, an verrottetem Holzstümpfen oder vergrabenem Totholz, Folgezersetzer, Frühling bis Herbst, sehr häufig.

Gattung & Familie

Rüblinge, Holzrüblinge, Holzritterlinge.

Anmerkungen

Oft wird von Unverträglichkeiten bei Genuss dieses Pilzes berichtet. Uns ist bisher kein Fall bekannt. In geringer Menge sicherlich unbedenklich. Wir verwenden einige junge Fruchtkörper im Pilzmischgericht. Er schmeckt (aus dem östlichen Bayerischen Wald) gar nicht schlecht, etwa wie Rosenkohl bzw. Blumenkohl. Andere Regionen berichteten von nicht guten Geschmackswerten. Möglicherweise schmeckt er je nach Region unterschiedlich gut oder schlecht und wirkt unverträglich. Laut DGfM gilt er als Giftpilz und sollte für Speisezwecke nicht verwendet werden. Pilzsachverständige der DGfM dürfen diesen Pilz nicht für den Verzehr freigeben. Über die Entscheidung, diesen Pilz zu essen, ist jeder selbst verantwortlich. Tödliche Vergiftungen sind nicht aufgeführt, obwohl er roh Hämolyse auslösen kann. Die Literatur bewertet ihn ebenso unterschiedlich - von essbar bis ungenießbar sowie unverträglich.

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