Pilz bestimmen

Ziegelroter Täubling

Russula velenovskyi

Auch: Ziegelroter Birkentäubling

Selten
Essbar

Essbar. Nur sicher bestimmte, frische Exemplare gut durchgegart verzehren.

Saison · Jun – Nov
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
3–12 cm
Sporenpulver
Gelb
Grundform
Lamellen
Wuchsort
Auf dem Boden

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

3-9 (11) cm Ø, dunkelrot, ziegelrot, ziegelbraun, hellrötlich, orange aufhellend, Mitte orange, gelblich bis olivocker aufgehellt aber mit dunkleren Zonen. Haut feucht schmierig, trocken rissig, tortenartig bis zur Hälfte abziehbar, Mitte kaum abziehbar. Habitus zuerst halbkugelig, später ausgebreitet, oft mit Buckel, alt niedergedrückt.

Lamellen

Weißlich-cremefarben, später elfenbeinweiß, gegabelt und ausgebuchtet angewachsen, fast wie frei wirkend, gegabelt, alt Schneiden zum Rand rötlich gefärbt, am Grunde liegende Querlamellen.

Stiel

3-8 (10) cm lang, 1-2 (3) cm Ø dick, weiß, kann leicht gelblich wirken, Oberfläche oft geadert, innen wattig-hohl, Basis früh rosa getönt.

Fleisch

Weiß, manchmal etwas rosalich, fest, später weich bis schwammig.

Geruch

Fleisch ohne Geruch, an den Lamellen gerieben ölig-fischartig.

Geschmack

Mild, etwas nach Menthol.

Sporenpulver

Hellocker (6-9 x 5-7,2 µm, rundlich bis elliptisch, fast isolierten und bis zu 0,8 µm hohen Warzen, teilweise mit einigen netzigen Verbindungen, Q = 1,1-1,4, dünne Dermatozystiden, Haare nur teilweise verzweigt. Basidien 35-45 x 10-13 µm, keulig, viersporig. Cheilozystiden 28-56 x 5-7 µm, spindelig, Pleurozystiden 35-75 x 6-12 µm, Hymenialzystiden 55-85 x 6,5-11,5 µm, spindelig, Epikutis, mit stumpfen, kurzen 2-3,5 µm breiten Haaren, inkrustierten Primordialhyphen. Pileozystiden 3,5–6,5 µm breit, septiert, Sulfobenzaldehyd + grauschwarz, nach Fuchsin + Salzsäure 10 % mit feinen säureresistenten Körnchen inkrustiert).

Vorkommen

Mischwald, gern Birke, Eichen, Steineichen oder Buche, seltener Kiefern, Symbiosepilz, sandigen, siliciumhaltigen Boden, wärmeliebend, mediterrane Gebiete bevorzugt, Sommer bis Herbst, selten, RL Schweiz (VU = verletzlich).

Gattung & Familie

Täublinge (Sektion PALUDOSEINAE).

Anmerkungen

Wird meist für einen Speisetäubling gehalten, dieser hätte aber eine verkürzte Huthaut!

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