Pilz bestimmen

Täuschender Hirschtrüffel

Elaphomyces decipiens

Selten
Ungenießbar

Kein Speisepilz – ungenießbar oder ohne Speisewert.

Saison · Sep – Nov
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
1–2 cm
Sporenpulver
Braun
Grundform
Kugel / Becher
Wuchsort
Auf dem Boden

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

0,5-1,5 (2) cm Ø, bräunlich, beigebraun, gelbbraun, hellbraun, kugelig, rundlich bis oval, mit flachen Warzen auf der Oberfläche, auffällig grob gemustert, Außenhülle alt oft extrem hart, wie eine Walnuss.

Stiel

Fehlt! Gern mit weiteren Bodenteilen verwachsen.

Fleisch

Bräunlich, später dunkelbraun-pulverisiert, mit watteähnlicher Substanz im Inneren, welche die Sporen umgeben. Sieht so aus wie schwarzes Schießpulver, ist jedoch geruchlos. Gleba (Fruchtmasse) ist gattungstypisch alt spinnwebenartig.

Geruch

Unangenehm, typisch Hirschtrüffelartig rauchig-erdig.

Geschmack

Bitterlich, unangenehm.

Sporenpulver

Dunkelbraun, schwarzbraun (20-25 µm, mit kurzen Härchen).

Vorkommen

Nur bei Eiche oder Hainbuche, ca. 20-30 cm unterirdisch wachsend. Auf neutralen bis sandigen Boden, Symbiosepilz, Sommer bis Spätherbst, sehr selten.

Gattung & Familie

Hirschtrüffeln (Schlauchpilz), nicht verwandt mit Trüffeln. Es gibt über 50 Hirschtrüffelarten … keine dieser Arten ist für Menschen wohlschmeckend und essbar.

Anmerkungen

Fruchtkörper wurden von Bauern als Brunstmittel für das Vieh verwendet. Der verwandte Stachelige Hirschtrüffel hat spitzere Stacheln in der Außenhülle und bei jungen Fruchtkörpern eine deutliche rotbraune Musterung bis zum Zentrum. Im Alter sind sie nur mikroskopisch trennbar.

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