Pilz bestimmen

Böhmische Verpel

Verpa bohemica

Auch: Runzelverpel, Böhmische Morchel

Häufig
Hervorragender Speisepilz

Ausgezeichneter Speisepilz. Trotzdem gilt: nur sicher bestimmte Pilze verzehren.

Saison · Mär – Mai
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
2–5 cm
Sporenpulver
Gelb
Grundform
Sonstige
Wuchsort
Auf dem Boden

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

2-4 (5) cm Ø, 1-8 (10) cm hoch, hellbeige bis dunkelbraunes runzelig-labyrinthartiges Käppchen. Hochgestellte, quer und längsrillig. Hutrand meist etwas weißlich (heller) und nach oben gebogen.

Stiel

7,5-14,5 cm lang, ca. 1-2 cm breit, weißlich bis gelbbraun, dünnfleischig, flockig genattert, gekammert wattig hohl, eventuell mit winzigen weißen Schüppchen. Nur an der Spitze des Hutes flach angewachsen.

Fleisch

Weißlich, zum Stielrand gelblich bis gelbbraun, relativ dünn, wachsartig, zerbrechlich.

Geruch

Angenehm pilzartig bis spermatisch. Wenn sie einen fischartigen Geruch haben, sollten sie nicht mehr verwendet werden = zu alt, verdorben!

Geschmack

Mild, roh giftig wie alle Morcheln.

Sporenpulver

Kräftig ockergelb (riesengroße Sporen, 48-90 x 14,5-24 µm, ellipsoid bis länglich-ellipsoid, dickwandig, glatt, in KOH hyalin, Spitzen gerundet oder subklaviert. Asci 200-300 x 5-7,5 µm, zylindrisch, untermischt, J-, zweisporig. Mit fadenförmigen Paraphysen Spitze ca. 5-8 μm breit, schlank, zylindrisch, septiert und oft verzweigt, die Enden leicht keulenförmig, hyalin bis bräunlich granuliert in KOH).

Vorkommen

Mischwald, Auwald oder gern im Rindenmulch zu finden, oft gemeinsam unter Spitzmorcheln, Frühjahrespilz - Februar bis Juni, in kälteren Regionen nicht vor Anfang April, Folgezersetzer, nur regional selten, RL Schweiz (VU = verletzlich), RL3 Deutschland (gefährdet).

Gattung & Familie

Morcheln (mikroskopische Sporenständer = ein Schlauchpilz).

Anmerkungen

Morcheln auf Rindenmulch sind nur zweitklassig. Die Speisemorchel im Auwald wachsend ist wesentlich besser im Geschmack.

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