Pilz bestimmen

Rötliche Becherlorchel

Helvella pocillum

Selten
Ungenießbar

Kein Speisepilz – ungenießbar oder ohne Speisewert.

Saison · Jul – Sep
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
2–9 cm
Sporenpulver
Weiß
Grundform
Kugel / Becher
Wuchsort
Auf dem Boden

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

2-7 (9) cm Ø, jung rotbraun, rosabraun, alt schwarzbraun, Außenseite: Ohne Rippen, etwas samtig-kleiig. Von oben zur Basis schwarz werdend, jung: fast geschlossen, mit eingerolltem Rand. Später kelch- oder kugelförmig, mit nicht mehr eingerollten, rissigen Rand. Innenseite im gleichen Farbton wie Außenseite = jung rotbraun, rosabraun, alt schwarzbraun.

Stiel

Jung rotbraun, alt schwarzbraun, nicht gerippt, zur Basis dünner werdend, stark wurzelnd.

Fleisch

Braun, alt schwarz, brüchig, zäh, dünnfleischig.

Geruch

Unauffällig bei jungen Pilzen, erdig und dumpf bei älteren Exemplaren.

Geschmack

Mild, roh giftig.

Sporenpulver

Weiß, grauweiß, jung transparent (10-18 x 8-10 μm, farblos, mit einem zentralen Öltröpfchen).

Vorkommen

Auf Hochgebirgswiesen, nur in alpinen Regionen von 1500 bis 2500 m ü. M., Folgezersetzer, kalkreichen Boden bevorzugt, Sommer bis Herbst, extrem selten, häufiger in Russland, Finnland und Norwegen.

Gattung & Familie

Lorcheln (HELVELLA), Becherlorcheln.

Anmerkungen

Vermutlich ist diese Lorchel essbar und relativ ungefährlich beim Verzehr. Nähere Informationen sind aufgrund der Seltenheit nicht vorhanden. Lorcheln können sehr unverträglich wirken, weshalb wir vom Verzehr abraten. Oft sind Spuren des Giftes Gyromitrin bei allen Lorchelarten enthalten. Wenn diese Lorchel für Speisezwecke verwendet wird, bitte gut kochen (15 Min.) oder trocknen, da dadurch das Gyromitrin größtenteils verdunstet.

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