Pilz bestimmen

Rothütiger Hexenröhrling

Suillellus rubriceps

Selten
Saison · Mai – Nov
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
3–17 cm
Sporenpulver
Braun
Grundform
Röhren / Poren
Wuchsort
Auf dem Boden

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

3-15 (17) cm Ø, rötlich, rotbraun, orange, rosaocker, rosabraun, Oberfläche blauend, samtig, klebrig, Rotfärbung zwischen Hutfleisch und Röhren.

Röhren

Rote Röhrenmündungen, Röhrenboden orangegelb bis fast weinrot, vom Fleisch lösbar.

Stiel

Rötliche, rotbraune, dunkelbraune Netzzeichnung auf gelblichem Grund, oft gänzlich rötlich überhaucht.

Fleisch

Gelb, sofort schwarzblau verfärbend, in der Stielbasis rötlich.

Geruch

Pilzartig angenehm.

Geschmack

Mild.

Sporenpulver

Olivbraun (11-18 x 4,5-7,5 µm, spindelig, Q = ca. 2-2,5, Amylonreaktion stark positiv).

Vorkommen

Laubwälder, Parkanlagen, kalkhaltigen Boden, Symbiosepilz, Frühling bis Spätherbst, extrem selten.

Gattung & Familie

Röhrlinge, Dickröhrlinge, Hexenröhrlinge.

Anmerkungen

Von diesem Pilz kommt das Sprichwort „Alkohol zum Pilzgericht meiden“, verursacht Magen-Darm-Beschwerden. Er wurde mit dem „Flockenstieligen Hexenröhrling“ verwechselt; dieser bereitet mit Alkohol keinerlei Probleme! ******************************************************************************************************************************* Trotz dieser Warnung wird er häufig ohne Probleme gegessen! Es wird vermutet, dass Personen, die fast nie Alkohol trinken und ausnahmsweise zu einem Pilzgericht mit dem Netzstielige Hexenröhrling mal ein Gläschen Wein getrunken haben, plötzlich Bauchschmerzen bekommen haben. Die Chance, Beschwerden zu bekommen, liegt bei ca. 1-5 %. Das Pilzgift: Coprin, z. B. beim Faltentintling, wurde nicht nachgewiesen! ******************************************************************************************************************************* Sollte nach dem Genuss wirklich Unwohlsein oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten, ist der Verlauf meist harmlos und die Beschwerden verschwinden nach einigen Stunden wieder. Folgeschäden oder schwere Organschäden sind nicht bekannt oder zu erwarten. Dennoch reagiert jeder Mensch anders und deshalb gilt: Bei Pilzvergiftung immer ärztlichen Rat einholen. Nur ein Arzt kann entscheiden, ob eine Behandlung notwendig wird.

Ähnliche Pilze