Kurznetziger Hexenröhrling
Suillellus mendax
Auch: Trügerischer Hexenpilz
Giftig! Nicht verzehren.
- Saison · Mai – Nov
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 4–22 cm
- Sporenpulver
- Braun
- Grundform
- Röhren / Poren
- Wuchsort
- Auf dem Boden
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
3-15 (22) cm Ø, dunkelbraun, weinrot, olivbraun, graubraun, samtig, klebrig. Gutes Erkennungsmerkmal ist die Rotfärbung zwischen Hutfleisch und Röhren.
Röhren
Rote Röhrenmündungen, Röhrenboden orangerot, leicht vom Fleisch lösbar.
Stiel
Rötliche, rotbraune, dunkelbraune Netzzeichnung. Netz bei jungen Pilzen nur im oberen Stielbereich - bei älteren Pilzen verschiebt sich das Netz in den mittigen bis unteren Bereich, sodass eine Unterscheidung zum Netzstieligen Hexenröhrling nur noch mikroskopisch möglich ist!
Fleisch
Gelb, sofort schwarzblau verfärbend, in der Stielbasis rötlich, stark weinrot gefärbtes Stielfleisch, bisweilen im Hutbereich verstärkt.
Geruch
Pilzartig angenehm.
Geschmack
Mild.
Sporenpulver
Goldgelb bis olivgelb (13,2-15,5 x 4,5-5,7 µm, spindelig).
Vorkommen
Laubwälder, Parkanlagen, unterschiedliche Auffassung der Bodenverhältnisse: Teils wird berichtet, hauptsächlich auf kalkhaltigen Boden, andere Autoren berichten von nur saurem Boden, wärmeliebend, Symbiosepilz, Frühling bis Spätherbst.
Gattung & Familie
Röhrlinge, Dickröhrlinge.
Anmerkungen
Von diesem Pilz kommt das Sprichwort „Alkohol zum Pilzgericht meiden“, verursacht Magen-Darm-Beschwerden. Er wurde mit dem „Flockenstieligen Hexenröhrling“ verwechselt; dieser bereitet mit Alkohol keinerlei Probleme! ******************************************************************************************************************************* Trotz dieser Warnung wird er meist ohne Probleme gegessen. Es wird vermutet, dass Personen, die sporadisch Alkohol trinken und ausnahmsweise zu einem Pilzgericht mit dem Netzstieligen Hexenröhrling mal ein Gläschen Wein getrunken haben, plötzlich Bauchschmerzen bekommen haben. Die Chance, Beschwerden zu bekommen, liegt bei ca. 1-5 %. Das Pilzgift Coprin - wie beim Faltentintling - wurde nicht nachgewiesen. ******************************************************************************************************************************* Sollte nach dem Genuss wirklich Unwohlsein oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten, ist der Verlauf meist harmlos und die Beschwerden verschwinden nach einigen Stunden wieder. Folgeschäden oder schwere Organschäden sind nicht bekannt oder zu erwarten. Dennoch reagiert jeder Mensch anders und deshalb gilt: Bei Pilzvergiftung immer ärztlichen Rat einholen. Nur ein Arzt kann entscheiden, ob eine Behandlung notwendig wird.
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