Pilz bestimmen

Ockersporiger Speisetäubling

Russula medullata

Auch: Falscher Frauentäubling

Selten
Hervorragender Speisepilz

Ausgezeichneter Speisepilz. Trotzdem gilt: nur sicher bestimmte Pilze verzehren.

Saison · Jun – Okt
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
4–14 cm
Sporenpulver
Gelb
Grundform
Lamellen
Wuchsort
Auf dem Boden

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

4-12 (14) cm Ø, grün, olivgrün, graublau, bronzegrün, mit violetten oder weinbraunen Farbtönen, sehr variabel. Mitte schnell nabelförmig vertieft und olivfarben auf grüngelben Grund. Rand lange eingebogen, etwas gerieft, Haut zu 80 % abziehbar. Haut feucht schmierig glänzend, trocken matt.

Lamellen

Weiß, cremeweißlich, später elfenbeingelblich bis hell buttergelb, auf Druck leicht gilbend, spröd, leicht splitternd, schmal angewachsen bis schwach herablaufend, dicht gedrängt, viele gegabelt, teils am Grund mit Querlamellen, keine Zwischenlamellen vorhanden.

Stiel

3-9 (10) cm hoch, 1-2 (3,5) cm Ø dick, weiß, rostbraun fleckend, zylindrisch, zur Basis hin oft etwas zugespitzt, Oberfläche kahl, fein längsrillig, alt markig hohl. Basis alt manchmal rostfleckig.

Fleisch

Weiß, Schneckenfraßstellen nie violett, brüchig, im Hut fest, kompakt.

Geruch

Angenehm obst- bis holzartig, teils neutral und fast unbedeutend.

Geschmack

Mild, in den Lamellen oft schärflich.

Sporenpulver

Hellocker (5,7-9,2 x 5-7,5 µm, rundlich bis fast länglich, mit niedrigen pustelförmigen isoliert stumpfen stacheligen Warzen. Oberfläche der Spore relativ gleichmäßig verteilt, nur selten geschwänzt oder reihig zusammenfließende, stellenweise mit kettenartig formatierten kurzen Graten verbunden. Basidien 32-50 x 7-10 µm. Hymenialzystiden 82-100 x 8,5-13 µm, voluminös, Epikutis (Huthaut), mit keulig angeschwollen und stumpfen, kräftigen 2,5-6 µm breiten Haaren. Primordialhyphen schlank inkrustiert. Pileozystiden 80-100 x 5-7 µm, stumpf bis kopfig, oft am oberen Ende verjüngt oder zugespitzt, Sulfovanillin (SV) + grauviolett, Lamellen-Zystiden etwas bauchig, ihre Spitze überwiegend mit kleinem, scharf abgesetztem Schnabel oder Knopf, Dermatozystiden kleiner. Huthauthaare unterschiedlich, kurz oder lang gegliedert, verzweigt und spitz. Pileozystiden ca. 3-7 µm breit, Hymenialzystiden 57-105 x 6,5-13 µm).

Vorkommen

Laubwald, selten bei Nadelbäumen, Parks, Symbiosepilz, Sommer bis Herbst, sehr selten, RL Schweiz (VU = verletzlich), RL2 Deutschland (stark gefährdet).

Gattung & Familie

Täublinge = Sektion CHAMAELEONTINAE (LARICINAE).

Anmerkungen

Meist nur mikroskopisch vom Grünen Speisetäubling unterscheidbar! Braune Fruchtkörper könnten mit Arten der Sektion INTEGRINAE = Ledertäublinge, mit ähnlicher Sporenfarbe, verwechselt werden

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