Pilz bestimmen

Mairitterling

Calocybe gambosa

Auch: Maipilz, Maiblattl, Georgsritterling, Gelber Schönkopf, Maischönkopf

+7 weitere Huf-Ritterling, Huf-Maipilz, Georgischwamm, Großer Maischwamm, Maibladl, Maikreisling, Maischwammerl

Häufig Heilpilz Vitalpilz Zuchtpilz kultivierbar
Hervorragender Speisepilz

Ausgezeichneter Speisepilz. Trotzdem gilt: nur sicher bestimmte Pilze verzehren.

Saison · Apr – Jun
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
3–21 cm
Sporenpulver
Weiß
Grundform
Lamellen
Wuchsort
Auf dem Boden, Wiese / Garten

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

3-15 (20) cm Ø, weiß, cremeweiß bis gelblich, glatte, matte Huthaut, oft bereift fleckig wirkend. Rand jung eingerollt, manchmal hygrophan (ausbleichend, d. h. Wasser verlierend). Im Alter von der Mitte aus bräunlich schuppig werdend. Habitus halbkugelig bis abgeflacht und oft unregelmäßig verbogen.

Lamellen

Weiß bis später gelblich, schmal und sehr dicht stehend, ausgebuchtet angewachsen (Burggraben wie bei den Ritterlingen üblich), manchmal mit Zahn etwas am Stiel herablaufend, mit Zwischenlamellen. Die Schneiden sind glatt, enthält viele Zwischenlamellen.

Stiel

5-8 (10) cm lang, 1-3 (4) cm Ø dick, weißlich bis gelblich, kräftig, faserig, zylindrisch und zur Basis oft leicht keulig. Nie einen Ring oder Reste von Velum vorhanden.

Fleisch

Dick, fest, weiß, teils etwas gelblich bis gelbbraun. Keine Verfärbung bei Verletzung. Ansonsten faserig, sehr dickfleischig, Hutfleisch im Längsschnitt immer breiter als Lamellen.

Geruch

Mehlig bis salatgurkenartig, besonders gut erkennbar, wenn man ein Stück des Fleisches zwischen den Fingern zerdrückt.

Geschmack

Mehlig, mild.

Sporenpulver

Weiß (4-7 x 2-4 µm, elliptisch, eiförmig, oval, glattwandig, durchscheinend, mit kleinen Hohlkehlen = Knickgelenken, Q = 1,4-2, Qm = 1,7, in Melzer inamyloid. Basidien 20-25 x 3-5 µm, tetrasporisch clavat, +/- bisporig, mit siderophile Granulation, Pileipellis bestehend aus einer Cutis mit gegabelten und verschlungenen Hyphen. Regelmäßiger Lamellenschuss mit septierten Hyphen. Pilzfäden-Hyphen meist mit Schnallen).

Vorkommen

Wiesen, Parks, Laubwälder, Auwald, Espen, Pappeln, nur sporadisch bei Lärchen, meist kalkreicher Boden, Folgezersetzer, in Hexenringen, Frühling bis Frühsommer, sehr häufig.

Gattung & Familie

Ritterlinge: Wird eigentlich zu den Schönköpfen (Raslingsverwandte) zugeordnet. Diese Zuordnung finden wir richtig! Schönköpfe sind Folgezersetzer und Ritterlinge meist Symbiosepilze.

Anmerkungen

Geschmacklich schmeckt er ausgezeichnet! Vergleichstest zum Stadtchampignon = gleichwertig. Der mehlige Geschmack verliert sich bei einer längeren Kochzeit.

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