Italienischer Trüffel
Rhizopogon magnatus
Auch: Piemont-Trüffel, Weißer Trüffel, Magnatentrüffel
Ausgezeichneter Speisepilz. Trotzdem gilt: nur sicher bestimmte Pilze verzehren.
- Saison · Jul – Mär
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 3–15 cm
- Sporenpulver
- Braun
- Grundform
- Kugel / Becher
- Wuchsort
- Auf dem Boden
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
2-8 (15) cm Ø, ockergelb, teils mit grünlichem Hauch, Haut fast glatt oder mit feinen Runzeln, Schorfen, unregelmäßig knollenförmig. Peridie weißlich-gelblich, manchmal mit kleinen Warzen, selten glatt, vorwiegend im Alter mit dunklen Flecken. Meist unregelmäßige Form, kann rund, röhrenförmig, klumpig oder zusammengedrückt sein.
Stiel
Fehlt.
Fleisch
Weiß, später blassgelb, gelb, ockerbraun bis rotbraun, zuletzt rötlich-schwarzbraun, marmoriert, mit zahlreichen weißlich-sterilen (anastomosierenden) Adern = pseudoparenchymale Strukturen).
Geruch
Aromatisch, lauchartig, trüffelartig, mit Knoblauchkomponente, alt käseartig bis Methangas.
Geschmack
Mild, angenehm, knoblauchartig.
Sporenpulver
Schwarzbraun (24-34 x 18-32 µm, mittel 26 x 20 µm, ovale, rund-elliptisch, breit elliptisch, halbkugelig bis breit ellipsoid, +/- mit netzartigem Ornament, Q = 1-1,4, +/- mit grobem unregelmäßigem 4-8 µm hohem Retikulum verziert, Maschen variabel, überwiegend 2-3 µm über der Breite der Sporen. Asci 1-3, selten 4, größtenteils 2-sporig, 60-90 x 45-70 µm, gelblich braun. Peridium aus subglobosen bis eiförmigen Zellen).
Vorkommen
Laubwald, gern unter Eichen, Weiden, Pappeln, Birken, Linden, mediterranen Gebieten Italien, Kroatien, Frankreich, auf tonig-lehmigen Böden, gut belüfteten kaliumreichen Lehmböden und arm an Stickstoff, Phosphor und organischen Stoffen mit pH-Werten von 6,8 und 8,5, größtenteils in der oberen Erdschicht (hypogäisch) wachsend. Größtenteils von Spätsommer bis zum frühen Winter am Unterlauf und in den Hügeln, sonst Herbst-Frühjahr, auf kalkreichem Boden, Symbiosepilz, Sommer bis Herbst. Fundorte sind hauptsächlich Italien, Kroatien (Istrien), Slowenien und Ungarn.
Gattung & Familie
Trüffeln (RHIZOPOGON BASIDIOMYCOTA).
Anmerkungen
Der Weiße Trüffel gilt als einer der teuersten Speisepilze = 2000 bis 6000 € je kg. Höchstpreis eines weißen Trüffels lag bei 90.000 € für ein Exemplar. Sie sollten roh gegessen werden. Nach dem Kochen verlieren sie ihr wertvolles Aroma. Als Kulturpilz ist er bisher nicht in Betracht gekommen. In Deutschland ist das Sammeln von Trüffeln leider verboten.
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