Harziger Lackporling
Ganoderma resinaceum
Auch: Harziger Lackschwamm
Kein Speisepilz – ungenießbar oder ohne Speisewert.
- Saison · ganzjährig
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 5–25 cm
- Sporenpulver
- Braun
- Grundform
- Röhren / Poren
- Wuchsort
- Auf Holz
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
6-20 (35) cm Ø, konsolenförmig, jung: hellgelb. Im Alter rotbraun, kupferbraun bis dunkelbraun. Zuwachskante: weißlich oder grau, feucht: glänzend. Die dünne, weiche, hellgelbe Harzschicht schmilzt mit Feuer (Feuerzeug), andere Lackporlinge z.B. Wulstiger Lackporling schmelzen nicht an der Oberfläche. Oberfläche ist oft mit kakaobraunen Sporenpulvern überzogen. Harzkruste oft gerunzelt, uneben bergig.
Stiel
Fehlt, am Substrat konsolenförmig angewachsen.
Fleisch
Dunkel rotbraun, schwer, fest, Trama zäh und korkartig, bei jungen Fruchtkörpern tritt beim Anschneiden eine schnell harzende Flüssigkeit aus.
Geruch
Fruchtig, obstartig, mirabellenartig, pilzig, sehr erfrischend.
Geschmack
Nicht unangenehm, etwas bitterlich bis unbedeutend.
Sporenpulver
Rostbraun (Farbe Sporen in Wasser oder KOH hell goldgelb bis intensiv gelbbraun: 10 x 15 x 6,5-9 µm, eiförmig bis ellipsoid, am Apex meist deutlich abgestutzt. Typisch zweischichtig = ganodermatoid. Das innere Endospor ist deutlich warzig bis feinstachelig ornamentiert. Die äußere Schicht = Exospor ist glatt und umschließt die Warzen, sodass die Spore im Umriss glatt wirkt, J+ schwach bis mäßig rötlich-braun. Die Hymenzystiden fehlen. Die Basidien 20-30 x 10-14 µm sind viersporig und keulenförmig. Sie sind in reifen Fruchtkörpern oft schwer zu finden, da sie schnell kollabieren. HDS: Hymeniderm: Sie besteht aus einer dichten Schicht keulenförmiger, vertikal ausgerichteter Hyphenenden. Diese Zellen sind stark verdickt, glatt und oft mit braunem Pigment gefüllt. Über dieser Zellschicht liegt eine dicke, amorphe Schicht aus eingetrocknetem Harz/Wachs. In dieser Schicht sind keine zellulären Strukturen mehr erkennbar. In KOH löst sich die harzige Kruste der Huthaut teilweise auf, und die braune Pigmentierung der Hyphen wird intensiviert. Generative Hyphen: Dünnwandig, hyalin, mit Schnallen an den Septen. Skeletthyphen: Dickwandig, braun gefärbt, unverzweigt oder nur am Ende verzweigt. Bindehyphen: Stark verzweigt, dickwandig, hyalin bis leicht bräunlich).
Vorkommen
Laubwald, Mischwald, Parks, an Laubbäume, gerne Buche und Eiche, meist ein Folgezersetzer, gelegentlich aber ein gefährlicher Schwächeparasit bei lebenden Bäumen, Weißfäuleauslöser, mehrjährig, selten, RL Schweiz (VU = verletzlich), RL-G Deutschland (GEFÄHRDUNG unbekannten Ausmaßes).
Gattung & Familie
Porlinge, Lackporlinge.
Anmerkungen
Der Harzige Lackporling ist zum Kupferroten Lackporling so ähnlich, dass makroskopisch nur das Trama (die Mittelschicht) entscheidet, welcher Pilz es wirklich ist!
Ähnliche Pilze
Ungenießbar
Kupferroter Lackporling
Ganoderma pfeifferi
Dünner Feuerschwamm
Phellinus viticola
Laubholzharzporling
Ischnoderma resinosum
Nadelholzschwefelporling
Laetiporus montanus
Auen-Blättling
Cellulariella warnieri
Ungenießbar
Gestielter Tannen-Harzporling
Podofomes trogii
Schwefelporling
Laetiporus sulphureus
Essbar
Kurzsporiger Röhrling
Rubinoboletus rubinus








