Pilz bestimmen

Welliger Kreiselpilz

Cotylidia undulata

Selten
Ungenießbar

Kein Speisepilz – ungenießbar oder ohne Speisewert.

Saison · Mär – Aug
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
1–3 cm
Sporenpulver
Weiß
Grundform
Sonstige
Wuchsort
Auf dem Boden

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

0,5-2 (3) cm Ø, hellbraun, weißlich-ocker, zäh, lederig, Mitte niedergedrückt vertieft, trichterförmig. Der Rand sparrig, federig oder gefranst geschlitzt. Oberfläche: Matt, kahl bis fein filzig oder bereift (durch die Pileozystiden). Häufig schwach konzentrisch gezont.

Stiel

Bräunlich Spitze hellbraun, weißlich-ocker, zur Basis dunkler braun, sehr kurz, zentral oder leicht exzentrisch angesetzt, knollig verdickt, kurz, glatt, leicht weißlich bereift. Kaulozystiden sind der mikroskopische Grund dafür, warum der ultrakleine Stiel des Welligen Kreiselpilzes unter der Lupe fein weißlich bereift, flockig oder zart filzig erscheint.

Fleisch

Schmutzig weiß bis hellgelb, zäh.

Geruch

Neutral, unbedeutend.

Geschmack

Mild.

Sporenpulver

Weiß (4-6 x 2-3 µm, eiförmig, glatt, hyalin, dünnwandig und inamyloid. Die Basidien 15-22 x 4-5 µm sind schlank, keulenförmig, meist 4-sporig, selten 2-sporig. Pileozystiden 25-55 µm x 6-9 µm, meist zylindrisch, schlank keulenförmig oder zur Spitze hin schwach verschmälert. Sie sind hyalin, dünnwandig und glattschalig. Da sie an der HDS entspringen, stehen sie dort oft büschelig oder locker verstreut aufrecht. Kaulozystiden 30-70 x 5-9 µm, zylindrisch, fadenförmig oder schwach keulig. Manche Zellen weisen leichte, wellige Einschnürungen auf. Sie sind dünnwandig, glatt und hyalin. Da sie schnallenlos an den Stielhyphen entspringen, stehen sie meist in lockeren Büscheln oder Rasen aufrecht ab. Die Hymenialzystiden sind auffällig lang und zylindrisch geformt. Sie entspringen tief im Gewebe und ragen weit über die sporenbildenden Basidien hinaus. Sie sind dünnwandig, glatt, unseptiert und hyalin. Monomitisch: Das Fleisch besteht nur aus einem einzigen Typ von Hyphen = generative Hyphen. Es sind keine Schnallen vorhanden).

Vorkommen

Kiesgruben, Dünen, sandigen Wäldern, gern kalkreicher Boden, Folgezersetzer, Frühling bis Sommer, sehr selten, RL Schweiz (EN = stark gefährdet), RL2 Deutschland (stark gefährdet).

Gattung & Familie

Kreiselpilze.

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