Gemeiner Trompetenschnitzling
Tubaria furfuracea
Auch: Winter Trompetenschnitzling, Wintertrompetenschnitzling
Kein Speisepilz – ungenießbar oder ohne Speisewert.
- Saison · ganzjährig
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 1–7 cm
- Sporenpulver
- Gelb
- Grundform
- Lamellen
- Wuchsort
- Auf dem Boden, Auf Holz, Wiese / Garten
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
1-4 (6) cm Ø, braun, orangebraun, rotbraun, jung leicht schorfig-filzig. Mitte meist flach, selten etwas gebuckelt, hygrophan. Rand heller, gerieft, feucht durchscheinend, teils mit weißlichen Velumresten.
Lamellen
Bräunlich, ockerlich, rotbraun, breit angewachsen, leicht herablaufend, können wie frei erscheinen. Einfach mittig den Pilz durchschneiden und den Querschnitt beachten. Schneiden weißflockig, wellig-gesägt, mit vielen Zwischenlamellen.
Stiel
2-6 (7) cm lang, 2-5 (6) mm Ø dick, braun, weißlich überfasert auf blass ockerbraunem bis rotbraunen Grund, +/- mit angedeuteter Ringzone, jung voll, hohl, Basis schwach striegelig und weißlich filzig.
Fleisch
Hellbraun, wässerig rotbraun, dünn.
Geruch
Leicht pilzlich bis neutral, selten etwas rettichartig.
Geschmack
Pilzlich, würzig, leicht rettichartig, selten unangenehm und etwas ranzig.
Sporenpulver
Rostbraun, zimtbraun, ockerbraun, manchmal hellbraun oder grüngelb erscheinend (6-10 x 4-5,5 µm, elliptisch, glatt, dünnwandig, in H₂O blassgelb. Basidien 25-35 x 4-6 µm, keulenförmig; 4-Stigmata. Cheilozystiden 5,8-10,2 x 25-70 µm, schlank-keulig oder bauchig, apikal, abgerundet, vorwiegend kopfig, vielgestaltig, flaschenförmig, zylindrisch, keulig, schmal-sackförmig, dünnwandig, hyalin in KOH. HDS-Elemente 5-15 µm breit, hyalin bis braun in KOH. Hyphen mit Schnallen, Zellen im Lamellenfleisch ca. 10-18 µm breit).
Vorkommen
Auf vergrabenen Holzresten, Folgezersetzer, ganzjährig, im Winter unter dem Schnee findbar.
Gattung & Familie
Schnitzlinge, Trompetenschnitzlinge.
Anmerkungen
Die Unterscheidung makroskopisch wie mikroskopisch zwischen Gemeiner Trompetenschnitzling und Winter Trompetenschnitzling ist fast unmöglich. Einige Autoren trennen dennoch diese Arten. Wiederum sind eigene Pilzkenner der Ansicht, es gibt keine Unterscheidung zwischen diesen Arten. Wir denken, es wird sicherlich Zwischenarten geben, die aber nur mikroskopisch mit minimalen Abweichungen getrennt werden können. In der Gattung Schnitzlinge sind keine Speisepilze, aber keine bekannt-gefährlichen Giftpilze!
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