Pilz bestimmen

Faltentintling

Coprinopsis atramentaria

Auch: Grauer Faltentintling, Knotentintling, Grauer Tintling, Falten-Tintling

Häufig
Saison · Mai – Nov
J F M A M J J A S O N D
Durchmesser
3–11 cm
Sporenpulver
Braun
Grundform
Lamellen
Wuchsort
Auf dem Boden, Wiese / Garten

Beschreibung

Hut & Fruchtkörper

3-8 (11) cm Ø, grauweiß, graubraun, mit braunen Schuppen, Hut gerieft, faltig.

Lamellen

Weißlich bis grau, bald schwarz zerfließend, abgerundet angewachsen bis schmal angeheftet. Beim Schopftintling sind diese frei.

Stiel

4-14 (16) cm lang, 1-1,5 (1,8) cm Ø dick, weiß, Basis gelbbraun, hohl. Zur Basis verdickt, mit scheidenähnlichem angedeutetem Ring, faserig. Wegen der angedeuteten Ringwulst an der Stielbasis wird er gerne Knotentintling genannt.

Fleisch

Weiß, weich, dünn, schnell schwarz zerfließend.

Geruch

Neutral, etwas pilzig.

Geschmack

Mild, angenehm.

Sporenpulver

Schwarzbraun (6,5-10,5 x 4-6,5 µm, Basidien viersporig, Cheilozystiden 210 x 55 µm).

Vorkommen

Waldwegen und Gärten, Frühjahr bis Spätherbst.

Gattung & Familie

Tintlinge.

Anmerkungen

Für Antialkoholiker ausgezeichnet geeignet (Würzpilz), schmeckt ähnlich wie der Schopftintling. Es sollte niemand das Pilzgericht mitessen! Bei Gästen weiß man nie, ob sie nicht doch Alkohol getrunken haben. Wichtig! Es darf mindestens 2 Tage vorher und 2 Tage nachher niemals Alkohol genossen werden, dieses würde sonst zu schweren Vergiftungen führen. Der Coprin – Gehalt vom Faltentintling wurde durch Forschungen ermittelt und beträgt zwischen 160 und 360 mg/kg. Somit wird von einer ersten Vergiftungserscheinung gesprochen, wenn etwa 25 g verzehrt wurden = ca. 1 Pilz = ca. 5 mg Coprin. Die essbaren Schopftintlinge sollen in etwa 1-4 mg/kg Coprin enthalten, weshalb in der Regel keine Beschwerden durch Alkoholgenuss dort auftreten. Regional können diese Werte abweichend sein.

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