Breiter Risspilz
Inocybe perlata
Lebensgefährlich giftig! Schon kleine Mengen können tödlich sein.
- Saison · Apr – Okt
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 3–11 cm
- Sporenpulver
- Braun
- Grundform
- Lamellen
- Wuchsort
- Auf dem Boden
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
3-8 (11) cm Ø, braun, goldbraun, stumpfer Buckel, radialfaserig-rissig, Rand meist heller, jung mit weißen Cortinaresten behangen, feucht leicht schmierig.
Lamellen
Weißlich, graubraun, später ockerbraun, zimtbraun, ausgebuchtet angewachsen, fast frei wirkend, Schneiden weißlich bewimpert.
Stiel
Weißlich, gelblich, alt bräunlich und hohl, etwas flockig bereift, Basis kaum verdickt.
Fleisch
Weißlich bis gelbweißlich, blass gelblich.
Geruch
Spermatisch, leicht erdig.
Geschmack
Mild, leicht bitterlich, erdig.
Sporenpulver
Schmutzig-braun, graubraun (9-13 x 6-8 µm, elliptisch).
Vorkommen
Mischwald, Parks, Rasen, Wälder, Waldwege, an grasigen, feuchten, schattigen Stellen, Symbiosepilz, Frühling bis Herbst, selten, RL Schweiz (VU = verletzlich).
Gattung & Familie
Risspilze.
Anmerkungen
Die tödliche Giftigkeit bezieht sich auf Mahlzeitmenge, d. h. ein kleines Stück des Pilzes genossen, wird sicherlich bisher nicht zu nennenswerten schwerwiegenden Erkrankungen führen. Vergiftungsbeispiel Muscarin: Ziegelroter Risspilz enthält ca. 0,037 %; Breiter Risspilz 0,04 %, Kegeliger Risspilz etwa 0,01 %. Tödlich sind 180 mg (entspricht etwa ½ kg Frischpilze) je Erwachsener. Sogar Werte darunter können lebensbedrohlich werden. Die Muscarinhaltigkeit ist oft örtlich sehr unterschiedlich. Eine Vergiftung mit Muscarin löst Kreislaufprobleme, Schweißausbrüche und schwere Bauchkoliken aus.
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