Schilfhelmling
Mycena belliarum
Auch: Schilfnabeling
Kein Speisepilz – ungenießbar oder ohne Speisewert.
- Saison · Mär – Jul
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 1–2 cm
- Sporenpulver
- Weiß
- Grundform
- Lamellen
- Wuchsort
- Auf dem Boden, Auf Holz, Wiese / Garten
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
0,5-1 (2,5) cm Ø, braun, graubraun, stark gerieft, hygrophan. Mitte später vertieft, genabelt. Jung halbkugelig bis kegelig mit eingerolltem Rand. Später flach gewölbt bis ausgebreitet, oft mit einer deutlichen nabelartigen Vertiefung in der Mitte. Im Alter kann sich der Hutrand wellig nach oben oder unten biegen.
Lamellen
Weißlich, blassgraue, cremefarben, sepia-bräunlich, stark herablaufend, 15-22 Lamellen erreichen den Stiel. Schneide ist glatt, elastisch-zäh und wie der Hut mit einem gelatinösen, abziehbaren Faden versehen.
Stiel
1,5-4 cm lang und 1-2 mm dick, bräunlich, hellbraun, gelbbraun bis hin zu schwärzlich-braun, weißlich bereift, geflockt. Die Spitze bleibt am längsten weißlich. Sonst zäh, elastisch, hohl und verbogen. Die Oberfläche ist glatt und feucht schmierig-gelatinös. Die Stielbasis bricht meist abrupt ab und ist mit einem weißen, striegeligen weißfilzigen Myzelfilz am Schilfhalm befestigt.
Fleisch
Hellbraun, dünn, etwas faserig, im Hut gallertartig-zäh, im Stiel knorpelig.
Geruch
Neutral bis schwach jodartig (beim Trocknen) oder leicht rettichartig.
Geschmack
Mild.
Sporenpulver
Weiß (10,5-15,5 x 6-8,5 µm, ellipsoid bis gestreckt-ellipsoid, Q = 1.7-2.4, Qav = 1.99, amyloid, glatt und dünnwandig, J+ schwach bis stark graublau bis schwarz-violett. Basidien 33-44 x 8,5-13 µm, 4-sporig, Sterigmen bis 10 µm lang, Cheilozystiden 21-55 x 8-14 µm, sie stehen gemischt mit den Basidien an der Lamellenschneide. Ihre Form ist spindelförmig bis fast zylindrisch; apikal sind sie entweder glatt oder weisen grobe, unregelmäßige Auswüchse auf. Pleurozystiden fehlen. Lamellentrama reagiert mit J+ bräunlich bis dextrinoid. HDS: Ein Ixocutis bestehend aus radial verlaufenden, dünnen Hyphen von ca. 2-5 µm breite, die glatt und in eine gelatinöse Schleimschicht eingebettet sind. Stielhaut ist ebenfalls von einer dünnen Gallertschicht überzogen. Die Rindenhyphen des Stiels sind 1,5-2,5 µm breit und meist glatt. Die Endzellen = Kaulozystiden, sind fast keulenförmig bis zylindrisch, unregelmäßig geformt und können glatt oder schwach verzweigt, divertikulat sein. Überall sind Schnallen vorhanden.
Vorkommen
Auf verrottete Schilfgräser herauswachsen, Folgezersetzer, Frühling bis Herbst, RL-G Deutschland (GEFÄHRDUNG unbekannten Ausmaßes). Da der Pilz oft direkt über der Wasserlinie an Schilfhalmen wächst, ist sein Erscheinungsbild stark von der Feuchtigkeit geprägt.
Gattung & Familie
Helmlinge.
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