Rosmarinheiden-Runzelschorf
Rhytisma andromedae
Kein Speisepilz – ungenießbar oder ohne Speisewert.
- Saison · ganzjährig
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 1–2 cm
- Sporenpulver
- Weiß
- Grundform
- Kugel / Becher, Sonstige
- Wuchsort
- Auf Holz
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
0,2-1 (1,2) cm Ø, schwarz, unregelmäßig amorph, Oberfläche glänzend, uneben-runzelig.
Stiel
Fehlt, Stromata, entwickeln sich zunächst im Inneren der Blätter.
Fleisch
Schwarz.
Geruch
Neutral.
Geschmack
Unbedeutend.
Sporenpulver
Weiß, farblos, transparent (36-50 x 4-6 µm, glatt, wurmförmig, leicht gekrümmt, dünnwandig, Asci 120-220 x 15-20 µm, Spitze bis ca. 3,5 µm erweitert, farblos, unseptiert, achtsporig, Paraphysen fädig bis ca. 2 µm breit).
Vorkommen
Wien, Weiden, Moore, Waldränder, auf der Oberseite von Blättern von Rosmarinheide (ANDROMEDA POLIFOLIA), parasitär, Frühling bis Spätherbst, ganzjährig in der Streu. RL-R Deutschland (extrem selten).
Gattung & Familie
Pflanzenkrankheiten, Runzelschorf.
Anmerkungen
Die Rosmarinheide ist in allen Pflanzenteilen stark giftig für Mensch und Tier. Blätter und Blüten enthalten den Giftstoff ANDROMEDOTOXIN. Die Vergiftung zeigt sich durch verstärkten Speichelfluss, Schluckbeschwerden und Brennen der Mundschleimhäute. Starke Vergiftung kann zu Krämpfen, Kreislaufstörungen, Atemnot mit Atemlähmung als Reaktion führen. Es kam schon zu Vergiftungen, die nur durch den Honig der Bienen, die in größeren Rosmarinheidenvorkommen gesammelt hatten.
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