Kegelhütiges Samthäubchen - Sektion JUNIANA
Conocybe juniana var. sordescens
Kein Speisepilz – ungenießbar oder ohne Speisewert.
- Saison · Mär – Dez
-
J F M A M J J A S O N D
- Durchmesser
- 1–3 cm
- Sporenpulver
- Rötlich
- Grundform
- Lamellen
- Wuchsort
- Auf dem Boden, Wiese / Garten
Beschreibung
Hut & Fruchtkörper
1-2 (3) cm Ø, rotbraun, orangebraun, rostbraun, tabakbraun, blasser beigeockerlich, hell zimtfarbig, sehr schnell ausbleichend (hygrophan), glockenförmig, gebuckelt, oft mit etwas dunklerer Scheibe.
Lamellen
Weißlich-ocker, hell orangebraun, später rostocker, zimtocker, fein angewachsen, +/- leicht mit Zahn herablaufend.
Stiel
25-40 (50) mm lang, 1-1,5 (2) mm Ø dick, rostbraun, ockerbraun, fein längsgerieft, zylindrisch-lang gezogen, faserig, dünn, hohl, zur Spitze heller und etwas bereift, zur Basis dunkler, meist mehr rotbraun, +/- leicht bauchig.
Fleisch
Braunocker, dünn, faserig.
Geruch
Unbedeutend bis pilzig angenehm.
Geschmack
Mild.
Sporenpulver
Rostbraun, zimtbraun 8-10,5 x 4-6 µm, elliptisch, und sind etwas schmaler wie bei den anderen Arten. glatt, deutlich dickwandig und besitzen einen breiten, zentralen Keimpore ca. 1 μm breit. In KOH färben sie sich ocker- bis rostbraun. Sie sind nicht abgeflacht = keine Linsenform. Basidien 16-25 x 8-11 μm, keulig, meist 4-sporig. Cheilozystiden: Typisch für die Gattung flaschen- bis kegelförmig mit einem deutlich abgesetzten, runden Kopf, der an eine Bowlingpin erinnert. Die Maße betragen ca. 17,5-30 × 6,5-11 μm, wobei die runden Köpfchen einen Durchmesser von etwa 4-6,5 μm aufweisen. Pleurozystiden fehlend. Caulozystiden aus lecythiformen Elementen = Zystiden mit Köpfchen - und haarartigen oder unregelmäßig geformten Zellen. HDS-Pileipellis besteht aus kugeligen bis birnenförmigen Zellen, was die Gattung leicht von den fädigen Huthäuten der Häublinge unterscheidet. Pileozystiden fehlen meist oder sind extrem selten. Die Ammoniak-Reaktion ist negativ, es bilden sich keine raschen Kristallnadeln in Ammoniaklösung aus, wie es bei manchen anderen Samthäubchen-Arten der Fall ist).
Vorkommen
Mischwald, meist Kiefernwald, gern bei Moosen, Wegrändern, Folgezersetzer, Frühling bis Spätherbst, sehr selten.
Gattung & Familie
Glockenschüpplinge (Samthäubchen, Mistpilzartige).
Anmerkungen
Ohne Mikroskop ist eine sichere Bestimmung der verschiedenen Samthäubchen-Arten fast unmöglich. CONOCYBE JUNIANA – Arten gibt es drei Varietäten, die nur mikroskopisch trennbar sind: Schwachgestreiftes Samthäubchen (CONOCYBE JUNIANA VAR. JUNIANA): Besitzt tendenziell die größten Sporen innerhalb dieser Artgruppe. Die Maße liegen meist bei 9,5-12 x 5,5-7 µm. Ausblassendes Samthäubchen (CONOCYBE JUNIANA VAR. SUBSEJUNCTA): 8-11 x 4-6 µm, stärker hygrohan und sehr selten (Rote Liste D) gibt es noch die Art: Kegelhütiges Samthäubchen (CONOCYBE JUNIANA VAR. SORDESCENS): Dort betragen in der Regel die Sporenmaße 8-10,5 x 4-6 µm und sind etwas schmaler wie bei gegenüber den anderen Arten hat dieser keinere Sporen und kleinere Zystidenköpfchen.
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